
Bei einer Reise nach Indien sollte man sich nun,
je nach Besichtungsprogramm, lieber noch ein paar $ mehr einstecken.
Mir bekannte Eintrittspreise (von 50 Stätten, bei denen der Eintrittspreis auf $-Basis erhöht worden ist):
| Agra: | Taj Mahal Fort Agra | 20 US-$ 10 US-$ |
| Delhi | Fort Agra | 10 US-$ |
| Bangalore | Tipu Sultan's Palace | 5 US-$ |
| Sarnath | Main Shrine | 5 US-$ |
| Hyderabad | Golconda Fort | 5 US-$ |
| Junagadh | Buddhist Cave Ashoka-Pillar | 5 US-$ 5 US-$ |
| Mandu | Royal Enclave Group Hoshang's Tomp Rupmati's Pavillion | 5 US-$ 5 US-$ 5 US-$ |
| Ajanta | Caves | 10 US-$ |
| Ellora | Caves | 10 US-$ |
| Aurangabad | Fort Dautalabad | 5 US-$ |
| Aurangabad | Caves | 5 US-$ |
| Lonavale | Bhaja Caves | 5 US-$ |
| Bombay | Elefanta | 5 US-$ |
Die Eintrittspreise entsprechen ca. dem 50-fachen des Preises der Einheimischen.
Es gibt noch viele Sehenswürdigkeiten, die dafür noch spottbillig sind,
aber es ist damit zu rechnen, daß auch diese bald mit dem Eintrittspreis nachziehen werden.
Das Taj Mahal, als international anerkannte Top-Sehenswürdigkeit, mag wohl diesen Preis wert sein.
Die Pyramiden, Angkor Wat, Tikal usw. liegen etwa in der selben Preisklasse,
aber gerade für die weniger beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, ist auch noch 5 $ weit zu teuer
und ich habe bei einigen Sehenswürdigkeiten deswegen vor der Kasse abgedreht.
Besonders frustriert hat mich aber die Einsicht, daß, wenn man an der Kasse soviel Geld zahlt
und es bleibt den Indern ja nicht unentdeckt, man von den Indern für einen reichen Trottel gehalten wird.
Das verstärkt das Denken, dass ein Tourist ein wandelnder Geldbeutel ist und die Bettelei
geht nicht mehr um ein paar Rupees sondern es werden nun gleich Dollars verlangt. Warum soll ein
Bettler nur ein paar Rupees verlangen, wenn der reiche Tourist bereit ist, für die Besichtigung eines
alten Gebäudes über 900 Rupees zu zahlen.
Daß hier bei den Touristen viel Geld zu holen ist, hat auch ein Reisefreund erfahren müssen,
von dem an einem sehenswerten Gebäude 5 $ Eintritt von Betrügern verlangt wurde.
Schon vor meinen Besuch vor 10 Jahren hatte ich den Eindruck, dass man von manchen Indern,
ob Bettler oder Straßenverkäufer, als einen wandelnden Geldbeutel zum Ausnehmen betrachtet wurde,
nun hat sich dieses Denken anscheinend auf die Regierung übertragen.
Es kann bestimmt nicht schaden, seinen Protest an die indische Fremdenverkehrsindustrie zum Ausdruck zu bringen.
Die neuen Preise werden zwar bestimmt nicht rückgängig gemacht,
vielleicht können aber weitere Anhebungen dadurch in vernünftigen Grenzen gehalten werden.
In den Zeiten des "Internets" ist das ja nun ganz einfach.
| E-Mail-Protest an: | Indisches Fremdenverkehrsamt |
| oder machen einen Eintrag bei der Indischen Botschaft auf deren Web-Seite: Indische Botschaft unter Suggestions/Feedback | |
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